Marco Mezquida

<font size="+1">Mittwoch 11.03.2026 | 17. Kasseler JazzFrühling</font> <br>
20:00 Uhr

Tickets

Eintritt 30,- Euro zzgl. Gebühr | Abendkasse 35,- Euro

Táctil
Nach zehn Jahren eines musikalischen Abenteuers von seltener Intensität präsentiert der Pianist und Komponist Marco Mezquida sein neues, selbst produziertes Album TÁCTIL, das am 20. Februar 2026 erscheinen wird. Als vierte Folge einer Zusammenarbeit, die fast schon brüderlich geworden ist, setzt dieses Album die Reise fort, die mit Ravel’s Dreams, einer Hommage an den Komponisten Maurice Ravel, begonnen hat, gefolgt von Talismán im Jahr 2020 und Letter to Milos im Jahr 2022. Mit TÁCTIL erreichen Marco Mezquida, Aleix Tobías und Martín Meléndez eine klangliche Reife, in der Berührung, Sensibilität und das Leben selbst zur musikalischen Substanz werden.
TÁCTIL entspringt einem grundlegenden Wunsch: der taktilen Dimension des musikalischen Ausdrucks wieder mehr Bedeutung zu verleihen. In einer Welt, in der Klang immateriell erscheint und dazu bestimmt ist, sofort nach seiner Entstehung wieder zu verschwinden, erinnert uns Mezquida daran, dass Musik auch eine Frage der Haut, der Schwingung und der Berührung ist. Musik nimmt durch körperliche Gesten Gestalt an: durch das Anschlagen der Tasten, das Zupfen oder Streichen der Saiten, das Streicheln oder Anschlagen der Membranen. Zehn Jahre gemeinsamer Erfahrung haben dieses Trio zu einer einzigartigen Einheit geschmiedet, zu einem musikalischen Wesen mit einer gemeinsamen, tiefen und vollendeten Stimme.
TÁCTIL ist eine Liebeserklärung an das Leben, an die Haut, an den Klang und an alle Menschen. Ein Werk, das ebenso sehr ausstrahlender Freude wie aus tiefster Trauer entstanden ist. „Ich habe noch nie so sehr geliebt. Ich habe noch nie so viel innerlich geweint. Ich habe noch nie so intensiv gelebt”, schreibt Mezquida. Mit diesem Album liefert er ein lebendiges Zeugnis von Brüderlichkeit, Licht und geteilten Emotionen.
Dieses neue Album ist auch von der Komplexität der heutigen Welt geprägt. In seinen Liner Notes thematisiert Marco Mezquida die Gräueltaten und Ungerechtigkeiten der letzten Jahre, insbesondere die Gewalt gegen das palästinensische Volk im Gazastreifen. „Ein Teil von mir stirbt jeden Tag“, schreibt er, erschüttert von den Bildern und seiner Hilflosigkeit angesichts des Leidens der Zivilbevölkerung. Ihnen, ihrer Würde und ihrer erhofften Freiheit widmet er das Album. Angesichts dieses Leids ist Musik für ihn zu einem Zufluchtsort, einer treibenden Kraft und einer lebenswichtigen Notwendigkeit geworden.

Martín Meléndez (cello)
Marco Mezquida (piano)
Aleix Tobias (percussion)

Foto: Mireia Miralles Octubre